Biographie

Massimo Zanetti leuchtet in einem sehr analytischen Dirigat mit den Wiener Symphonikern klug alle orchestralen Avanciertheiten aus . . .
- Süddeutsche Zeitung

Massimo Zanetti, der als einer der spannendsten Dirigenten unserer Zeit angesehen wird, ist regelmäßiger Gast in den bedeutendsten Opern- und Konzerthäusern der Welt.

Zanetti wurde zum Music Director des Gyeonggi Philharmonic ab der Spielzeit 2018/19 ernannt. Das Gyeonggi Philharmonic, eines der größten Sinfonieorchester Südkoreas, wurde 1997 gegründet und erreichte durch Kooperationen mit renommierten Gastdirigenten wie Riccardo Muti, Jaap van Zweden, Daniele Gatti, Pinchas Zukerman und Nicolaj Znaider internationale Anerkennung.

In der Spielzeit 2017/18 wird Massimo Zanetti mit einer Neuproduktion von Norma an die Opèra Royale de Wallonie/Liège zurückkehren und an der neu eröffneten Staatsoper Berlin/Unter den Linden mit La Traviata zu hören sein.

Er wird unter anderem Konzerte mit dem Brucknerorchester Linz, Mozarteumorchester Salzburg, Royal Stockholm Philharmonic und dem Orchester der Komischen Oper Berlin mit Mischa Maisky und Yulia Deyneka dirigieren. Mit Sonya Yoncheva wird er eine Tournee in Montpellier, Baden-Baden und Paris am Thèatre des Champs- Elysèes dirigieren.

Jüngste Höhepunkte umfassen seine Debüts mit dem Russian National Orchestra bei Moskaus gefeiertem Rostropovich Festival und im National Centre for the Performing Arts Peking mit einer Produktion von Don Pasquale, seine Rückkehr zum Teatro alla Scala di Milano mit Carmen und Il barbiere di Siviglia, zur Semperoper Dresden mit Il barbiere di Siviglia und La Bohème, zur Bayerischen Staatsoper München mit Verdis Macbeth, zum Parma Verdi Festival mit Il Trovatore und zur Staatsoper Berlin mit Mozarts Don Giovanni und Don Carlo. Neben gefeierten Auftritten am Gran Teatre del Liceu Barcelona mit Verdis I Due Foscari and Simon Boccanegra, beide mit Placido Domingo und Leo Nucci in den Titelrollen, dirigierte Zanetti die original französische Version von Don Carlos an der ABAO Bilbao und die Stücke Tosca und Un ballo in Maschera an der San Diego Opera. Ebenfalls führte er La Traviata in Genua sowie Verdis Requiem mit der San Diego Symphony auf und hatte sein Debüt am Teatro Colón in Buenos Aires mit Verdis Otello.

Massimo Zanetti erhielt herausragende Kritiken für konzertante Aufführungen von Simon Boccanegra mit den Wiener Symphonikern und Thomas Hampson in der Titelrolle im Wiener Konzerthaus. Darauf folgend erschien ein Mitschnitt dieser Konzerte als Live-Aufnahme bei DECCA. Er dirigierte außerdem eine Reihe von Konzerten mit Anna Netrebko am Théâtre des Champs-Elysées in Paris und am Palau de la Música Catalana in Barcelona.

Als Gastdirigent leitete Massimo Zanetti weltweit wichtige Opernproduktionen an renommierten Häusern, wie dem Teatro alla Scala di Milano, der Lyric Opera of Chicago, dem Royal Opera House (Covent Garden), der Opéra de Paris (Bastille), dem Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, dem Teatro dell’Opera di Roma, dem Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro Regio di Torino, der San Francisco und der San Diego Opera, der Royal Swedish Opera, der Opera Australia im Sydney Opera House, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Teatro Real de Madrid, der Ópera de Bilbao und dem NCPA Beijing. Von 1999 bis 2002 war Massimo Zanetti Music Director der Flemish Opera, wo er gefeierte Produktionen wie Salome und Pelléas und Melisande zur Aufführung brachte, neben vielbeachteten Sinfoniekonzerten.

Im Laufe der letzten zehn Jahre wurde Zanetti immer wieder an die Semperoper Dresden eingeladen, unter anderem Neuproduktionen von Otello, Carmen, Le nozze di Figaro und Norma sowie zahlreiche Sinfoniekonzerte der Staatskapelle Dresden zu dirigieren. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit 2002 mit der Staatsoper Berlin, wo er die Inszenierungen der Opern Norma, Litaliana in Algeri, Carmen, La Bohème, Lelisir damore, La Traviata und Don Carlos leitete. Seit seiner ersten Einladung an die Oper Zürich im Jahre 2008 ist Massimo Zanetti auch dort regelmäßig zu Gast, zuletzt mit einer Neuproduktion von Luisa Miller und Wiederaufnahmen von La fanciulla del West, Anna Bolena, Turandot, Otello und La Bohème. 2007 feierte Massimo Zanetti sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper München mit einer Neuproduktion von Luisa Miller und kehrte für zahlreiche Wiederaufnahmen an das Haus zurück. Beim renommierten Festival Verdi im Teatro Regio di Parma leitete er die Opernaufführungen von Rigoletto (2008), Nabucco (2009), I vespri siciliani (2010), Un ballo in maschera (2013) und Tosca.

Massimo Zanetti stand regelmäßig am Pult folgender Sinfonieorchester: der Tschechischen Philharmonie, der Staatskapelle Weimar, des Konzerthausorchester Berlin, der Bamberger Symphoniker, des Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, des NDR Sinfonieorchester Hamburg, des Orchestre Philharmonique de Radio France, der Finnischen und Schwedischen Radio-Symphonie- Orchester, des New Zealand Symphony Orchestra, des NHK Symphony Orchestra, des China Philharmonic Orchestra sowie des Guangzhou Symphony Orchestra. Er dirigierte außerdem das National Symphony Orchestra Taiwan und das Nagoya Symphony Orchestra. Seine Aufführung von Verdis Requiem mit dem San Diego Symphony Orchestra 2014 wurde von der Kritik einhellig gelobt. Während zahlreichen Konzerten und einigen umfangreichen Tourneen durch Großbritannien stand er außerdem am Pult des City of Birmingham Symphony Orchestra und des Hallé Orchestra.

Zanettis erfolgreiches Schaffen wurde auf zahlreichen CD- und DVD-Aufnahmen dokumentiert. Die neueste CD-Einspielung ist The Verdi Album mit Sonya Yoncheva und dem Münchener Rundfunkorchester (Sony Classical, 2018). Ebenfalls veröffentlicht wurden Verdis Simon Boccanegra (Decca, 2013), DVDs von Rigoletto (2008) und von I vespri siciliani (2010) am Teatro Regio di Parma und eine Aufnahme von Flavio Testis Saül (Naïve, 2004).

 

April 2018