Biographie

Massimo Zanetti leuchtet in einem sehr analytischen Dirigat mit den Wiener Symphonikern klug alle orchestralen Avanciertheiten aus . . .
- Süddeutsche Zeitung

Massimo Zanetti überzeugt stets durch seine Dynamik und vollkommene Präsenz sowohl auf dem Orchesterpodium als auch im Orchestergraben. Vor allem für seine Interpretationen des italienischen Repertoires des 19. Jahrhundert beeindruckt er auf den Bühnen weltweit.

Die Saison 2015/2016 beginnt Massimo Zanetti in der Ópera de Bilbao mit Verdis „Don Carlos“ in der französischen Fassung, gefolgt von seiner Rückkehr an die Staatsoper Berlin mit Mozarts „Don Giovanni“. Weitere Auftritte führen ihn an die San Diego Opera mit „Tosca“ von Giacomo Puccini und an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona mit Verdis „Simon Boccanegra“.
In März 2016, bei der Eröffnung vom VII Internationalen Mstislav Rostropovich Festival in Moskau, wird er das Russische Nationalorchester in Mozarts Requiem dirigieren.

Einige Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren unter anderem seine Rückkehr an das Teatro alla Scala mit „Carmen“ und „ Il barbiere di Siviglia“, Verdis „I due Foscari” mit Placido Domingo im Gran Teatre del Liceu in Barcelona sowie eine neue Produktion von Verdis „Otello“ am Teatro Colón in Buenos Aires . Massimo Zanetti erhielt herausragende Kritiken mit zwei konzertanten Aufführungen von „Simon Boccanegra“ mit den Wiener Symphonikern und Thomas Hampson in der Titelrolle im Wiener Konzerthaus, die als Live-Aufnahme bei Decca erschienen ist. Er leitete außerdem eine Reihe von Konzerten mit Anna Netrebko am Théâtre des Champs-Elysées in Paris und am Palau de la Música Catalana in Barcelona.

Als Gastdirigent bei Opernaufführungen tritt Massimo Zanetti regelmäßig in den bedeutenden Häusern weltweit auf, unter anderen dem Teatro alla Scala di Milano, der Lyric Opera of Chicago, dem Royal Opera House (Covent Garden), der Opéra de Paris (Bastille), dem Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, dem Teatro dell’Opera di Roma, dem Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro Regio di Torino, der San Francisco und der San Diego Opera, der Royal Swedish Opera, der Opera Australia im Sydney Opera House, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Teatro Real de Madrid, der Ópera de Bilbao und dem NCPA Beijing. Von 1999 bis 2002 war Massimo Zanetti Music Director der Flemish Opera, wo er gefeierte Produktionen wie „Salome“ und „Pelléas und Melisande“ leitete, neben vielbeachteten Symphoniekonzerten in den Abonnementreihen der Saison.

Im Laufe der letzten zehn Jahre arbeitete Massimo Zanetti regelmäßig an der Semperoper Dresden, wo er unter anderem Neuproduktionen von „Otello“, „Carmen“, „Le nozze di Figaro“ und „Norma“ sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit der Staatskapelle Dresden dirigierte. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Staatskapelle Berlin, die er erstmals 2002 mit Bellinis „Norma“ in der Staatsoper Berlin leitete, gefolgt von „L’italiana in Algeri“ „Carmen“, „La Bohème“, „L’elisir d’amore“, „La Traviata“ und „Don Carlos“. Seit seinem ersten Auftritt an der Oper Zürich 2008 ist Massimo Zanetti auch dort regelmäßig zu Gast, zuletzt mit einer Neuproduktion von „Luisa Miller“ und Wiederaufnahmen von „La fanciulla del West“, „Anna Bolena“, „Turandot“, „Otello“ und „La Bohème“. 2007 feierte Massimo Zanetti sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper München mit einer Neuproduktion von „Luisa Miller”, und er kehrte für zahlreiche Wiederaufnahmen an das Haus zurück. Beim renommierten Festival Verdi im Teatro Regio di Parma trat er mit „Rigoletto“ (2008), „Nabucco“ (2009), „I vespri siciliani“ (2010) und „Un ballo in maschera“ (2013) , sowie Puccinis „Tosca” auf.

Als Dirigent symphonischer Musik leitet Massimo Zanetti regelmäßig die Tschechische Philharmonie, die Staatskapelle Weimar, das Konzerthausorchester Berlin, die Bamberger Symphoniker, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, das NDR Sinfonieorchester Hamburg, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Finnische und das Schwedischen Radio-Symphonie-Orchester sowie das New Zealand Symphony Orchestra. In Großbritannien arbeitete Massimo Zanetti mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Hallé Orchestra in zahlreichen Konzerte und einer Tournee durch Großbritannien. In Asien pflegt er zudem eine besonders enge Verbindung mit dem NHK Symphony Orchestra, dem China Philharmonic und dem Guangzhou Symphony Orchestra, mit denen die Zusammenarbeit auch in Zukunft fortgeführt wird. Er dirigierte außerdem das National Symphony Orchestra of Taiwan und das Nagoya Symphony Orchestra; seine Aufführung von Verdis Requiem mit dem San Diego Symphony Orchestra 2014 wurde von der Kritik einhellig gelobt.

Zu Massimo Zanettis Aufnahmen zählen eine CD von Flavio Testis „Saül“ (Naïve, 2004) sowie von Verdis „Simon Boccanegra“ (Decca, 2013) und eine DVD-Veröffentlichung seiner Opernproduktionen „Rigoletto“ (2008) und „I vespri siciliani“ (2010) am Teatro Regio di Parma.